pictures by Thierry Kapp
Vor zwei Wochen haben wir in Oberrickenbach für vier Tage gemeinsam geträumt. Und wenn wir heute darauf zurückblicken, können wir ziemlich sicher sagen: Die vierte Ausgabe von Schwing und Stampf war für uns als Crew wohl die bisher Intensivste – und gleichzeitig die Schönste.
Gestartet hat alles am Donnerstag bei strahlendem Wetter am Pool mit dem Takeover von der Kaffee Kind Crew. Von dort aus breitete sich der Traum langsam über das ganze Gelände aus – durch den Wald, über die Floors und schliesslich bis tief in die erste Nacht hinein. Vier Tage später standen wir wieder genau dort. Dazwischen liegt ziemlich viel, das sich nur schwer in ein paar Zeilen packen lässt.
Da war der Freitag, an dem uns ein spontanes Gewitter inklusive Hagel kurz daran erinnerte, dass wir hier immer noch mitten in den Bergen sind. Dächer wurden geflickt, Technik geschützt, Pläne umgeschrieben und wegen der Wetterlage in Zürich und UK mussten gleich mehrere internationale Artists kurzfristig absagen. Während bei uns im Büro die Telefone heiss liefen, wurde draussen einfach weitergetanzt. Noria Lilt und DJ Equipment sprangen spontan ein (merci nochmals dafür <3) und spätestens als Mala um Mitternacht den Schwing Floor zum Beben brachte, war der Matsch sowieso nur noch Nebensache. Einen solchen Moment haben wir in vier Jahren Schwing und Stampf noch nicht erlebt.
Am Samstag sind wir alle mit der Sonne im Gesicht aufgewacht und mit ihr ein Tag voller kleiner und grosser Geschichten: Techno zum Frühstück am Pool, Roots Treatment mitten im Wald, Dr. Rubinstein auf dem Stampf Floor, eine Schnitzeljagd mit Secret Floor auf dem Camping, Ausflüge hoch zum Bannalpsee und irgendwo dazwischen immer wieder neue Bekanntschaften, Gespräche, Umarmungen und ziemlich viel Tanzen. Währenddessen lief auf dem Kon-Takt Floor die Musik ununterbrochen weiter – zum Zuhören, Liegenbleiben, Kuscheln, Entdecken und kurz Verschwinden.

Und dann der Sonntag. Nach einer langen Nacht brachte die Fätzli Morning Show den Schwing Floor ein letztes Mal im Sonnenlicht zum emotionalen Beben. Von dort zog eine kleine Prozession aus Menschen, Traumfeen und unserer grossen weissen Traumfahne hinunter zum Pool – direkt ins mittlerweile legendäre Sonntags-Aquafit. Der Pool voll, die letzten Energiereserven irgendwo zwischen Armen und Beinen, rundherum lachende Gesichter. Was für eine Szene!!
Nach einem wunderschönen letzten Closing mit Jenny Cara auf dem Stampf Floor führte der Weg schliesslich wieder dorthin zurück, wo am Donnerstag alles begonnen hatte: zum Pool. Tim Swimmingpool spielte - passenderweise am Swimming Pool - das letzte Set des Festivals. Bis 21 Uhr wurde getanzt, gelegen, umarmt und ein bisschen geweint. Ein ziemlich schöner Full-Circle-Moment.
Was davon bleibt, sind nicht nur vier Tage Musik. Es sind all die Menschen, Begegnungen und kleinen Geschichten dazwischen, die diesen Ort überhaupt erst zu dem machen, was er ist. Danke an alle Artists, Helfer:innen, Crews, Partner:innen, Freund:innen und vor allem an euch, die diesen Traum mit uns geteilt und mit Leben gefüllt haben. <3
Wir sind noch ein bisschen müde vom Abbau – und würden uns fürs nächste Mal durchaus über ein paar zusätzliche abbauwillige Traumwesen freuen – aber vor allem sind wir unglaublich glücklich.
Danke für Schwing und Stampf 2026. Wir sehen uns in einem Jahr wieder in Oberrickenbach. Bis dahin träumen wir noch ein bisschen weiter.
